Ausbildungskonzept für Lehrkräfte
Das Kollegium des JRG schätzt die Bedeutung der Lehrerausbildung an unserer Schule so hoch ein, dass es außer Frage steht, dass wir unsere bisherige erfolgreiche Ausbildungsarbeit unter den neuen Rahmenbedingungen fortsetzen.
Insbesondere die Ausbildung von jungen Kollegen schafft Anlässe, über neue pädagogische, methodische und didaktische Ansätze zu reflektieren, und sie ist unverzichtbar, wenn es um die Weiterentwicklung der schulischen Bildungsarbeit geht.
Aufgaben der Schule
Betreuung durch ein Ausbildungsteam
• Die Betreuung des Referendars erfolgt wesentlich durch die beiden Ausbildungslehrkräfte. Sie führen mit der Lehrkraft in Ausbildung regelmäßig Beratungsgespräche und nach Maßgabe der OVP Orientierungs- und Evaluationsgespräche. Nach Möglichkeit sollte ein Wechsel der Ausbildungslehrkraft nach einem Jahr erfolgen.
• Darüber hinaus bietet die Koordinatorin ein Ausbildungsforum an.
• Der Schulleiter hospitiert im Unterricht des Referendars mindestens einmal pro Semester und führt Gespräche über den Stand der Ausbildung.
• Die Fachschaften unterstützen die Ausbildungslehrer in ihrer Arbeit, indem die Fachkollegen es den jungen Kollegen ermöglichen, in ihrem Unterricht zu hospitieren und ggf. Unterricht unter Anleitung durchzuführen.
Einführung in der ersten Woche
• Der Referendar führt vor Beginn seiner Ausbildung mit den Ausbildungslehrkräften vorbereitende Gespräche.
• Der Referendar wird in seiner ersten Unterrichtswoche für zwei Tage freigestellt, um durch die Begleitung einer der beiden Ausbildungskräfte und die Begleitung einer Klasse während des gesamten Unterrichtstages Einblicke in die konkrete Unterrichtsarbeit und in die Rollenerwartungen zu gewinnen, mit denen er von Anfang an konfrontiert ist.
Regelmäßige Treffen der Referendare
• Die Referendare treffen sich einmal wöchentlich mit der Koordinatorin zur gemeinsamen Reflexion ihrer Erfahrungen in der Schule.
• Darüber hinaus erhalten sie von den Mitgliedern der Schulleitung zu festgesetzten Terminen eine Einführung in rechtliche Grundlagen des Lehrerberufs und pädagogische Prinzipien.
Organisatorische Voraussetzungen
• Die Stundenpläne ermöglichen gegenseitige Hospitationen der Lehrkraft in Ausbildung und der Ausbildungslehrkraft mindestens einmal wöchentlich.
• Eine Besprechungsstunde soll möglichst zeitnah auf eine Hospitationsstunde folgen.
• Die Stundenpläne ermöglichen ebenfalls, dass die Referendare sich einmal wöchentlich mit der Koordinatorin bzw. der Schulleitung treffen.
Aufgaben der Referendare
• Der Referendar erteilt durchschnittlich 10 Wochenstunden pro Halbjahr eigenverantwortlichen Unterricht. Die Unterrichtsverpflichtung im ersten Ausbildungssemester soll nach Möglichkeit geringer sein.
• Der Referendar hospitiert im Unterricht anderer Kollegen, vornehmlich der Ausbildungslehrer im Umfang von durchschnittlich 2 Wochenstunden. Hospitationen sollen auch an anderen Schulen des Netzwerks erfolgen.
• Der Referendar erteilt (nach vorheriger Hospitation) Unterricht unter Anleitung sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II. Verpflichtend ist je eine Unterrichtseinheit von 3-6 Stunden pro Fach und Semester, beginnend mit dem 2. Ausbildungssemester.
• Pro Halbjahr zeigt der Referendar eine Lehrprobe pro Fach. Vorzulegen ist ein Stundenentwurf in Form einer Stundenverlaufskizze, einzuladen sind beide Ausbildungslehrer und der Schulleiter.
• Die Teilnahme an den wöchentlichen Treffen mit der Koordinatorin ist verbindlich.
• Der Referendar unterstützt in angemessener Form mindestens einen Klassenleiter, in dessen Klasse er unterrichtet.
• Der Referendar nimmt mindestens einmal während seiner Ausbildung an Schulfahrten teil.
• Die Teilnahme an Konferenzen und Elternabenden ist verbindlich.
Datenquelle: Eingabe durch Schule. Stand: 11.01.2010.